Schlafzimmer

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Ein Schlafzimmer im Erdgeschoß zu haben war nicht ungewöhnlich zu dieser Zeit. Die Enbauschränke andererseits waren ungewöhnlich und machten freistehende Schränke in den Schlafzimmern überflüssig. Die Möblierung reflektiert die Bedürfnisse einer mittelständischen Familie.

Für den Herren war die Kommode gedacht, auf der die Rasierutensilien und Toilettenartikel abgelegt wurden. Der Lederriemen wurde zum Schärfen des Rasiermessers verwendet.
Für die Dame war die Spiegelkommode bestimmt, wo sie Brennschere, Bürsten, Handschuhstrecker (für gewaschene Lederhandschuhe), Schuhknöpfer, Hutnadeln und andere Toilettenutensilien aufbewahrte.

Die Abendgarderobe einer Dame liegt auf dem Bett aufgebreitet, bereit für einen Abend in der Oper oder im Konzert. In dem runden Lederbehälter auf dem Bett befinden sich abnehmbare Krägen für ein Herrenhemd - so brauchte das Hemd nicht täglich gewaschen zu werden.

Beachten Sie das kurze Bett. Atembeschwerden waren nicht ungewöhnlich, deswegen schliefen Erwachsene in halb sitzender Haltung. Der Stubenwagen in der Ecke ist bereit für den Neuankömmling, der für einige Monate im Elternschlafzimmer untergebracht wurde.

Ein Nachttopf, Waschbecken und ein Wasserkrug gehörten zur üblichen Ausstattung. Das Haus wurde zwar bald nach seiner Errichtung an die Hauptwasserleitung angeschlossen, hatte aber nur ein Badezimmer im Obergeschoß für acht Personen.

Halten Sie Ausschau nach:

  1. Gustav Roeddes eleganter Schnurrbart auf dem Portrait
  2. Das gestellte Studiofoto von Gustav und Matilda – eine Bootrequisite wird hier benutzt und wurde als romantische Neuheit betrachtet.
  3. Dekorative Porzellanpuderdose

Durch die nächste Türe erreichen Sie den letzen Raum